Regenbogen

Idee Integrales Leben

"Das Leben kann nur in der Schau nach rückwärts verstanden, aber nur in der Schau nach vorwärts gelebt werden"
(Sören Kierkegaard)

Im ZIL gehen wir von der wissenschaftlichen Annahme aus, dass wir Menschen in unserer Welt und im Universum mit dem Gesetz der Resonanz leben. Resonanz, aus dem lateinischen abgeleitet, heißt "zurück klingen". Danach kann ein Mensch nur etwas von einem anderen empfangen, auf dessen "Frequenz" er eingestellt ist, positiv wie auch negativ. Wenn jeder sein Resonanzspektrum positiv erweitert, können wir alle neue positive Erfahrungen machen, die unsere weitere Entwicklung fördern. Eingebunden sind und bleiben wir in allen Erfahrungsbereichen, die unser Leben heute beeinflussen und die wir auch selbst gestalten.

Wie können wir uns ein Integrales Leben vorstellen?

Theoretisch lässt sich das nicht so einfach beantworten. Ken Wilbers Modell der Integralen Theorie dient anderen Menschen als Grundlage für neue Lebensvisionen und deren Umsetzungsmöglichkeiten.

Wir meinen, dass wir die Antwort auf die Frage vor allem durch unsere Erfahrungen finden, wenn wir unsere Fragen leben. Dabei ist uns die Wahrung folgender Grundsätze wichtig:

Wahlfreiheit in Entscheidung und aktive Lebensgestaltung. Das Gefühl, eine Wahl zu haben, ermöglicht uns Menschen unser Leben für uns selbst und die Gemeinschaft aktiv zu gestalten und bewusste Entscheidungen zu treffen. Dieses führt zu mehr individueller innerer und äußerer Harmonie und Kongruenz.

Kooperation anstatt Konkurrenz. Die Epigenetik - Forschung zeigt, dass auf der Zellebene die Kooperation das grundlegende Lebens- und Überlebensprinzip ist.  Dieses wollen wir auch im menschlichen Miteinander verankern. Da wir Menschen durch unsere Geschichte und Entwicklung sehr von dem Konkurrenzprinzip geprägt sind, werden sicher auch immer wieder Konkurrenzgefühle untereinander aufkommen. Unsere Chance besteht darin, sich diese bewusst zu machen und durch Reflektion, und im offenen, wertschätzenden Dialog in kooperatives Verhalten umzuwandeln, also aktive Schattenarbeit zu leisten. Wir sind uns bewusst, dass dies ein längerer Prozess sein wird.

Wertschätzender Umgang mit anderen Menschen. Jeder Mensch hat seine "Diamanten", ist in seiner Individualität einzigartig und verdient Respekt und Anerkennung. Für jeden Menschen sind Bindung und Beziehung, Sinnhaftigkeit und erfahrene Liebe, Gesundheit und Wahlfreiheit, Erfolg und Erfüllung, Arbeit und Muße elementare Bedürfnisse im Leben, auf deren Erfüllung jede(r) mit der Geburt ein Grundrecht hat.

Akzeptanz des individuellen Menschen in der Gemeinschaft. Wenn wir uns in unserer Verschiedenheit akzeptieren lernen und diese nutzen, bereichern wir uns alle. Jeder Mensch ist als Individium durch seine Erfahrungen einzigartig. Die Gemeinschaft lebt und ist bereichert durch die Fähigkeiten und Potenziale jedes Einzelnen

Achtung vor dem Leben und unserer Umwelt. Das Leben ist ein erstaunliches System. Die Funktionsweise ist nach wie vor auch von der Wissenschaft noch nicht als Ganzes erforscht. Gleichwohl gibt auch sie viele Hinweise, die unserem Leben und unserer Umwelt gegenüber Ehrfurcht und Demut gleichermaßen erlauben.

Annahme und Reflektion. Wir sollten unsere "Schatten" wahrnehmen, annehmen, reflektieren und transformieren. Wir alle tragen die Stufen der menschlichen Entwicklungsgeschichte in jeder Zelle unseres Körpers. Aus der Wissenschaft wissen wir, dass bei der Zellteilung einer Eizelle alle Entwicklungsschritte im Zeitraffer wieder durchlaufen werden. Auch wenn wir heute vergangene Epochen und deren Werte und Normen ablehnen, so tragen wir doch Facetten dieser Kulturen in uns. Sie werden in dem, was wir fühlen, denken und wie wir handeln situativ reaktiviert. Diese Vorgänge laufen unbewusst ab und selten können wir einen Bezug zu ihrem Ursprung herstellen. Daher nehmen wir den Einfluss auf unser Denken, Fühlen und Handeln meistens nicht wahr und wir wollen es auch oft nicht. Gerade dadurch aber sind wir nicht wahlfrei in unserem Handeln und Entscheiden. Die "Schattenarbeit" kann uns befreien.

Im Dialog sein und Grenzen auflösen. Im Dialog mit Menschen gehen wir Schritt für Schritt den Weg in ein integrales Leben und lösen mehr und mehr behindernde Grenzen auf. Auf der aktuellen Stufe können wir uns bewusst werden, dass wir alle, wie die Quantenphysik (Verschränkungstheorie nach Heisenberg) zeigt, aus einer kosmischen Einheit stammen und wir somit alle miteinander verbunden sind. Wir können gemeinsam unsere Erfahrungen reflektieren und nach Wegen und Möglichkeiten suchen, die helfen, uns weiter zu entwickeln. Das ist wahrscheinlich nicht einheitlich kollektiv und für alle Menschen im Einklang miteinander möglich, da der Schritt, den jemand macht, abhängt von dem jeweiligen persönlichen Entwicklungsstand, der Erfahrungen und der persönlichen Lebenssituation. Gleichwohl bleiben wir in der Gesellschaft integriert und im Dialog.

Bildung - Gesundheit / Wellness (Einheit von Körper - Geist - Seele) -Kultur / Kunst - Spiritualität - Wirtschaft - Wissenschaft sind gesellschaftliche Erfahrungsbereiche unseres Lebens. Wir bieten in unserem Zentrum unterschiedliche Behandlungs- und Aktivitätsangebote aus diesen Erfahrungsbereichen an, die so in unserem Zentrum immer wieder zusammenfinden und den interdisziplinären Dialog in allen Bereichen unterstützen.