Rolf Fiesel

Lösungsorientiert Beraten

Bei gesundheitlichen Fragen gehen Sie zum Arzt,
bei handwerklichen Problemen zum Fachmann, bei schwierigen Themen, die Ihre Lebensgestaltung betreffen, stehen Sie oftmals vor einem Berg, der den Blick für den nächsten Schritt versperrt. Das ändert sich:

Sie gestalten ab jetzt Ihre Zukunft,
denn der Lösung ist es egal, wie das Problem entstanden ist!“

Das hört sich super an und auch sehr einfach – und genauso ist es auch.

In diesem Satz, den der Begründer der Lösungsorientierten Beratung, Steve de Shazer mitprägte, verbirgt sich schon die Philosophie und Denk­weise dieser besonderen Beratungsmethode.
Den Blick auf Fragestellungen verändern, die Sie bewegen, um die die Gedanken täglich wieder und wieder kreisen, diesen Blickwinkel verändern, dass ist der Grundgedanke lösungsorientierten Beratens.

Krisen oder Probleme sind Impulse für persönliche Entwicklung und Wachstum. Ihre Ideen, Ziele oder Wünsche zur Veränderung des Problemgeschehens stehen im Mittelpunkt Lösungsorientierter Beratung.
Genau hier sind die Schlüssel zur Lösung verborgen, die Antworten verbergen sich in Ihren Anliegen (Zielen, Wünschen, Ideen)!

Lösungsorientierte Beratung befasst sich mit der aktuellen, als proble­ma­tisch empfundenen Situation, um ein Verständnis für das Anliegen des Ratsuchenden, der Ratsuchenden (Klienten) zu erhalten. Welche Zielset­zungen, Wünsche, Ressourcen, Erfahrungen oder Hoffnungen verbinden die Klienten mit ihrem Kommen in die Beratung?

An dieser Stelle wird schon deutlich, dass den Problemursachen keine Aufmerksamkeit geschenkt wird, im Gegenteil geht es frühzeitig um die Bilder der Zukunft des Klienten. In der Gedankenwelt des Klienten sind Bilder, auch wenn es nur Fragmente sind, vorhanden, wie eine Welt ohne diese Probleme aussehen könnte. Diese Bilder, diese Ideen oder Ansätze werden in der Beratung aktiviert und sind der Anstoß zur Lösung.

Der lösungsorientierte Ansatz beschreibt drei Prämissen:

1. Was gut funktioniert, wird nicht verändert, bildet die Basis für Weiteres

2. Finde heraus, was gut funktioniert und mache mehr davon
(Analyse der Situation mal anders)

3. Wenn etwas trotz vieler Anstrengungen nicht gut genug funktioniert und passt –
dann höre damit auf und versuche etwas anderes!“ (Suche nach z.B. Ausnahmen vom Problem und Übertragen des Vorgehens; wenn etwas gut funktioniert, kann es angepasst und für die nicht funktionierende Situation als Lösung genutzt werden)

Schnell sind wir bereit, uns auf das was nicht gut funktioniert zu konzen­trieren und damit dann auch noch zu hadern. In der Lösungsorientierten Beratung betrachten wir ganz besonders die gut funktionierenden Situa­tionen und Handlungsweisen. Welche Erfahrungen habe ich in anderen Situationen bei der Bewältigung von Problemen gemacht? Was ist das Besondere an diesen Erfahrungen? Wie kann ich die Erfahrungen bei der anstehenden Problematik verwenden? Wie verhalte ich mich als Klient in diesen Situationen? Wie handele, fühle, denke ich? Welche Ressourcen aktiviere ich? Wie kann ich Bewährtes auf die problematische Situation übertragen und so eine Lösung kreieren, erfinden, gestalten?

Diese Fragen könnte ich jetzt endlos fortführen. Deutlich wird sicherlich an dieser Stelle, welcher besonderen Philosophie Lösungsorientierte Beratung folgt. Das Konzentrieren auf Ursachen von Problemen, das Finden von Schuldigen für Konflikte oder ähnliche Strategien bringen niemanden einer Lösung näher. Es verstärkt eher noch die unangenehmen Gefühle, führt einen zurück in die belastende Situation, der Ärger entfacht sich wieder von Neuem und eine Lösung wird immer unwahrscheinlicher.

Seit Jahren arbeite ich nach dem Konzept – Lösungsorientierter Beratung – und es ist immer wieder erstaunlich, wenn sich Klienten auf diese zunächst ungewohnte Art des Herangehens einlassen, wie schnell sich Lösungsansätze schon im Rahmen des Kennlerngesprächs herauskris­tal­lisieren können.

Ihr Rolf Fiesel

www.rolf-fiesel.de